Hourya-Bentouhami.jpg

Wie kann eine Politik, die Bewahrung und Wertschätzung des Lebens zum eigentlichen Ziel hat, zu einer Politik werden, die Krankheit und den Tod nicht nur zur Ursache, sondern auch als Bedingung hat?

Hourya Bentouhami

Hourya Bentouhami ist Maître de Conférences für Philosophie an der Universität Toulouse II (Frankreich). Sie veröffentlichte ausführlich über postkoloniale Perspektiven des Feminismus und der politischen Theorie und behandelt ein breites Spektrum von Themen wie Identität, Kultur, Anerkennung, Ungehorsam, Erinnerung an Sklaverei und restaurative Gerechtigkeit. Sie trug zu öffentlichen Debatten über Migration, Minderheiten und Diskriminierung, Sichtbarkeit der Rasse, Geschlecht, Sexismus und Rassismus bei. Sie war Gastprofessorin an der Columbia Universität und Co-Koordinatorin des Programms zur Erinnerung an die Sklaverei in Amerika (Toulouse). 2012 nahm sie an dem Dokumentarfilm Notre Monde von Thomas Lacoste teil, in dem sie an die Arbeit von Frauen ausländischer Herkunft erinnert, die ihrer Meinung nach von der politischen Macht diskreditiert und unsichtbar gemacht werden.  Autorin von Le dépôt des armes. Non-violence et désobéissance civile  (Presses Universitaires de France, 2015); Race, Cultures, Identités. Une approche féministe et postcoloniale (PUF, 2015); Critical Race Theory: une introduction aux grands textes fondateurs (hrsg. mit Mathias Möschel  Dalloz, 2017); “Political Phenomenology of the Veil” (in Race as Phenomena, Rowman and Littlefield, 2019).