Alexei-Grinbaum.jpg

Indem die Politik, zum Schutz der Gesundheit der Bürger, auf die Entwicklung unserer Smartphones beharrt, marschiert sie in die digitale Stadt ein.

Alexei Grinbaum

Alexei Grinbaum ist Physiker und Philosoph. Nach seinem Studium an der Universität von St. Petersburg und an der Polytechnischen Hochschule verteidigte er seine Dissertation über die Rolle von Informationen in der Quantentheorie. Seitdem erforschte er die Grundlagen der Physik mit einem speziellen Interesse an den ethischen Fragen neuer Technologien. Derzeit ist er Forscher am LARSIM-Labor in CEA-Saclay. Sein Interesse gilt den ethischen und sozialen Fragen neuer Technologien, insbesondere der Nanowissenschaften und Nanotechnologien. Es untersucht die Unsicherheiten des technischen Fortschritts und dessen Auswirkungen auf die Regierungsführung (Governance), die Anwendung des Vorsorgeprinzips und die Wahrnehmung technologischer Innovationen durch die Öffentlichkeit. Seine Veröffentlichungen widmen sich auch den großen technologischen Narrativen und der Analyse der Verantwortung der Forscher. Dabei wendet er anthropologische Konzepte an, um die Funktion von Nanoobjektbildern zu verstehen. Seine jüngste Forschung konzentriert sich auf ethische Fragen in der synthetischen Biologie, insbesondere auf den Begriff des Lebens in einem ethisch-historischen Kontext. Er war Koordinator für Frankreich des Projekts „Europäische Beobachtungsstelle für Nanotechnologien“ und trug zum Toolkit für ethische Reflexion und Kommunikation über Nanotechnologie bei. Er ist Mitglied von Cerna-Allistene (Kommission zur Reflexion der Forschungsethik in den digitalen Wissenschaften und Technologien). Kürzlich veröffentlichte er «Mécanique des étreintes» (Encre Marine, 2014) und «Les robots et le mal» (Desclée de Brouwer, 2019).